Ein Bild entsteht

Für die Ausstellung arbeite ich in diesem Jahr digital. Die Bilder entstehen in mehreren Schichten oder besser Ebenen, so dass ich alles bequem arrangieren kann. Hier sieht man die ersten Elemente des Bildes. Bäume, Blätter, hell und dunkel sollen sich spannend und zugleich „perfekt getäuscht“ ergänzen.

Ich freue mich auf die Ausstellung und bin genauso gespannt wie wohl die anderen Teilnehmer auch. Wir selber sehen die Ergebnisse der anderen ja auch erst kurz vor der Vernissage, nämlich beim Aufbau am 1. September.

Das Motiv wächst

Hamburg Illustriert geht in die Verlängerung

Wer hätte das gedacht, wir verlängern! Hamburg Illustriert wird noch eine Woche länger die Türen geöffnet lassen. Unsere Ausstellung geht nun bis einschließlich 12. Juni 2015. Wir freuen uns sehr und laden alle Interessierten ein, auch diese neue Woche noch zu nutzen, um sich feine Kunst anzusehen und in tollen Kleinigkeiten und Mitbringseln zu stöbern. Wie gewohnt wird die Galerie unter der Woche von 13 – 18 Uhr geöffnet sein, an Samstagen und Pfingstmontag schon von 12 – 18 Uhr.

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Live-Siebdrucken

Auch am Samstag, den 9. Mai gab es wieder viel zu sehen…
Einen Tag nach der Eröffnung luden wir zu einem Vortrag über Drucktechniken mit anschließendem Live-Siebdrucken in die kulturreich Galerie ein. Radierplatten aus Kupfer, ein Holzdruckstock und ein Lithostein wurden aus der Nähe betrachtet und Fragen zur Arbeitsweise beantwortet.

Um vier Uhr haben wir die Siebe ausgepackt und den Drucktisch aufgebaut.
Von unseren Gästen mitgebrachte Schürzen, Handtücher und Taschen wurden mit drei verschiedenen Hamburg-illustriert-Motiven verschönert – und auch mancher Pullover spontan bedruckt. Über hundert Siebdrucke entstanden so während der diesjährigen Ausstellung. Wir haben uns sehr über die vielen interessierten Besucher und tatkräftigen Helfer gefreut und hatten einen tollen Tag!

Foto © 2015 Dorothea Senger

Louise bereitet unter gespannten Blicken den Druck vor. Dann wird die Farbe mit dem Gummi-Rakel durch das Sieb auf die Tasche gedruckt.

Foto © 2015 Dorothea Senger

Vielen Dank an Dorothea, die unseren Siebdruck-Samstag in Bildern festgehalten hat.

Vernissage

Die Vernissage am 8. Mai war ein voller Erfolg und ich möchte mich bei allen Kollegen, Helfern, Galeriemitarbeitern und den Musikern bedanken, die diesen schönen Abend erst möglich gemacht haben.

Punkt 19.00 Uhr war die Galerie voll, die Leute zeigten sich sehr interessiert und mehrfach hörten wir, sie würden noch einmal wiederkommen, um sich dann in Ruhe die vielen schönen Bilder anzusehen. Zugegeben, bei so vielen Besuchern konnte man nicht wirklich ausführlich vor jedem Bild verweilen. Aber dafür ist ja jetzt einen Monat lang Zeit.

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Es gab kleine Knabbereien, außerdem selbst gemachten Labskaus von Miriam und Hotdogs für die ganz Hungrigen. Dazu Sekt und Selters, Livemusik von den Klubzmers, die für ordentlich Stimmung sorgten und immer einen gut besuchten Verkaufstresen. Louise und Katie, die den Siebdruck machten, kamen zu fast nichts anderem mehr an dem Abend, so viele T-Shirts und Stofftaschen stapelten sich zum Bedrucken.

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Ulrike Klug, die Galeristin, hielt eine sehr schöne Ansprache, bei der sie uns mit einbezogen hat in Form eines kurzen Interviews zu uns und unseren Bildern. Jetzt wissen wir zum Beispiel, wie eine Mezzotinto-Illustration entsteht oder warum glückliche Schweine in Kochtöpfen landen und Pfannkuchen sich selbstständig machen. So hatte anschließend jeder Gast ein Gesicht zu den Illustrationen an der Wand.

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Bis etwa halb eins nachts wurde gelacht, gestöbert und auf eine tolle Eröffnung angestoßen, dann sind wir müde, aber sehr zufrieden über den reibungslosen Ablauf nach Hause gefahren. Hier noch mal der Blick von außen in die Galerie.

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Und ein Gruppenbild mit Galeristin Ulrike Klug (vorne links). Danke an alle, die diese schöne Vernissage ermöglicht haben!

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7 Fragen zu Hamburg Illustriert

7 Fragen an die Illustratoreninitiative „Hamburg Illustriert“, beantwortet von Meike Teichmann, Organisatorin der Ausstellung

1. Wer steckt hinter Hamburg illustriert?

Die Organisation und Planung der Ausstellungen von Hamburg illustriert übernehme ich, Meike Teichmann. Im ersten Jahr mit dabei war Sarah Palisi, die tatkräftig unterstützte, die Ausstellung mit plante und überhaupt erst ins Leben rief. In den letzten Jahren sowie auch in diesem werde ich durch Corinna Chaumeny unterstützt. Aber ohne die gesamte Gruppe wäre keine Ausstellung möglich. Also steht hinter Hamburg illustriert immer ein Zusammenschluss von 10 Illustratorinnen und Illustratoren, die gemeinsam an die Öffentlichkeit gehen wollen und ihre Arbeiten präsentieren. Alle bringen sich mit tollen Ideen und Anregungen in die Planung ein.

2. Was ist eure Motivation zu Hamburg illustriert?

Um diese Frage zu beantworten passt am Besten ein Zitat von der lllustratorin Daniela Chudzinski, die dieses Jahr auch ein Teil von Hamburg illustriert ist:
„Warum mache ich mit? Weil es eine schöne Gelegenheit ist, mit anderen Illustratoren etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen und das eigene Schaffen einem Publikum zu zeigen. In der Regel arbeitet man ja alleine an seinen Projekten und dies ist eine Möglichkeit etwas Gemeinsames zu schaffen, das jedem die Freiheit einer individuellen Herangehensweise an ein Thema lässt. Die Teilnahme an der Ausstellung motiviert, beflügelt und inspiriert zu neuen Vorhaben und man hat die Gelegenheit fern von Kompromissen, die oft mit auftragsgebundener Arbeit einhergehen, wieder etwas Eigenes zu verwirklichen.“

3. Wie ist die Ausstellung in dieser Konstellation entstanden?

Die erste Ausstellung 2012 war eine Gemeinschaftsaktion zum 10 jährigen Jubiläum der Illustratoren Organisation e.V. (Anm.: Die Illustratoren Organisation e.V. ist der einzige Berufsverband für Illustratoren in Deutschland). Seitdem findet Hamburg illustriert regelmäßig mit wechselnden Teilnehmern statt. Immer zu zehnt, immer bunt gemischt mit neuen und bekannten Gesichtern und vielen verschiedenen Stilen. Alle Teilnehmer sind außerdem in der Illustratoren Organisation vertreten.

4. Gab es verschiedene Kriterien für die Auswahl der Illustratoren?

Bei der Auswahl der Teilnehmer wurde auf eine abwechslungsreiche Vielfalt geachtet. Möglichst verschiedene Stilrichtungen und Arbeitsschwerpunkte sollten sich zu einem Thema verbinden. Der Besucher soll sehen, wie unterschiedlich die Arbeiten sein können und, dass Illustration mehr ist als ein Comic oder ein Kinderbuch. Die Möglichkeiten sind so umfangreich wie die Anwendungsgebiete.

5. Warum habt ihr euch für eine Ausstellung und nicht etwa für einen Workshop entschieden?

In einer Ausstellung kann man über einen langen Zeitraum viele Menschen erreichen und schafft so einen Anlaufpunkt für einen Austausch. Jeder Interessierte ist eingeladen vorbeizukommen, ohne sich auf einen einzigen Termin festzulegen. Außerdem bietet eine Ausstellung eine schöne Fläche, die unterschiedlichen Anwendungsgebiete von Illustrationen zu präsentieren. Auch möchten wir potentiellen Kunden die Möglichkeit bieten, sich von uns und unseren Arbeiten ein Bild zu machen. Ein Workshop ist ebenfalls eine schöne Idee und motiviert die Gäste zum Mitmachen – als einzige Aktion war uns das jedoch zu wenig. Innerhalb der Ausstellung wird es aber immer wieder die Möglichkeit geben, sich mit den Kollegen gezielt auszutauschen, aktiv an kleinen Workshops oder Aktionen teilzunehmen und sich Vorträge anzuhören.

6. Wieso habt ihr euch für das Motto „Prost Mahlzeit“ entschieden? Hattet ihr Hunger?

Ein Motto zu finden ist immer eine spannende und nicht ganz leichte Aufgabe. Immerhin müssen damit 10 Leute glücklich werden und am besten auch noch all diejenigen, die sich später angesprochen fühlen vorbei zu kommen, um sich die Ausstellung anzusehen. Das Motto soll keinen einschränken und dennoch für den roten Faden sorgen. Es beginnt immer mit einem Brainstroming, in diesem Fall durch Corinna und mich. Und irgendwann landet man bei den lustigsten Ideen. So auch jetzt, ein offenes Thema, was sich nicht nur auf das Essen an sich beschränkt. Und wer weiß, vielleicht war auch gerade Zeit für die Mittagspause, als uns dieser Einfall kam…

7. Was verbindet ihr mit der Neustadt?

Die Neustadt steht für uns für eine zentrale Lage, eine bunte Mischung aus Stadt und grün, Wasser und Geschäften, Cafés und Restaurants. Vielfältig eben, so wie wir es sind und sein wollen. Sie passt also wunderbar zur Idee unserer Gruppenausstellung. Zeigen, was alles möglich ist, eine schöne, abwechslungsreiche Mischung präsentieren: Das ist auch unser Anliegen.